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Familienzentrum Kriftel ist 5 Jahre alt: Spielen, lachen und sich kennenlernen

Letzten Endes hat es doch geholfen: das Bangen, Bitten und Beten der guten Geister des Familienzentrums Kriftel. Denn das Wetter hielt sich am Sonntag, den 18. August, nicht nur tapfer, sondern wurde sogar immer besser und schöner. So strahlte nicht nur die Sonne, auch das Organisationsteam des Familienbrunchs im Freizeitpark zum fünfjährigen Bestehen.

Zum „etwas anderen Jubiläumfest“ waren die Krifteler Familien aufgerufen, etwas zu einem großen Buffet im Park beizusteuern. „Anders, weil wir uns keine sektglasschwingenden Reden und feierlichen Ehrungen gewünscht haben“, wie Lydia Rauh von der mobilen Beratung Kriftel betont. Allen Beteiligten sei wichtig gewesen, dass Groß und Klein zwanglos zusammenkommen, um sich kennenzulernen und auszutauschen, miteinander zu spielen und zu lachen. Ganz so wie es ja auch der Sinn eines Familienzentrums sei.

Familien im Mittelpunkt

Von Beginn an dabei:

Andrea Eisel vom Montessori-Arbeitskreis, Tanja Seitz von der Kita Vogelnest, Bürgermeister Christian Seitz, Lydia Rauh, Leiterin der mobilen Beratung und Seniorenberaterin Gabriele Kortenbusch (von links, Foto: Alexander van de Loo)

„Vor über fünf Jahren hatten wir in Kriftel die Idee, ein Familienzentrum aufzubauen. 2014 wurde sie erfolgreich umgesetzt“, erzählt Bürgermeister Christian Seitz. Schon im ersten Jahr des Bestehens wurde das Familienzentrum Kriftel vom Land Hessen mit 12.000 Euro gefördert, bisher wurde der Förderantrag von mittlerweile 13.000 Euro jedes Jahr bewilligt. „Das Krifteler Familienzentrum ist nicht an eine bestimmte Organisation angegliedert und nicht an ein Haus gebunden“, so Seitz. „Es ist ein Netzwerk unterschiedlicher Organisationen oder Dienste, die sich in Kriftel mit dem Thema Familie beschäftigen.“

Sie sind vernetzt, arbeiten aber selbstständig. Jeder Partner bringt ein, was er einbringen kann. Die Trägerschaft hat der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe (JJ) mit Sitz in Frankfurt übernommen. „Die Organisation unseres Familienzentrums ist etwas Besonderes und in dieser Form einzigartig im Main-Taunus-Kreis. Längst haben andere Kommunen Interesse an dem Konzept gezeigt“, so Kriftels Bürgermeister stolz. „Wie in vielen anderen Bereichen auch arbeiten in Kriftel Menschen, Vereine und Institutionen zusammen – zum Wohle der Bürger.“

Positives Miteinander

Da gibt es mittlerweile einiges zu tun. Denn gesellschaftliche Herausforderungen, wie der demografische Wandel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft machen auch vor Kriftel nicht halt. Freundliche Gespräche und zwanglose Begegnungen sind für ein positives Miteinander ein guter Anfang. „Sich mal kennenlernen, Kinder miteinander spielen lassen, einfach einen schönen Tag zu haben“, benennt Familie Heinisch, die mit ihrem 14 Monate alten Sohn Niklas gekommen sind, ihre Erwartungen an das Jubiläumsfest. Und Familie Marek, unterwegs mit zwei kleinen Söhnen, ergänzt: „Es ist doch so schön für die Kinder hier, da bin ich froh, dass ich den Tipp aus meiner ehemaligen Schwangerschaftsgruppe bekommen habe“.

Lücken melden

Es sei gut und wichtig, dass für das Gemeinwesen etwas getan werde, da sind sich alle einig. In Kriftel arbeiten und engagieren sich viele für das Familienzentrum, Institutionen arbeiten mit ehrenamtlich tätigen Bürgern Hand in Hand.

Kooperationspartner sind die Gemeinde Kriftel, die mobile Beratung, das Freizeithaus, der Ausländerbeirat, die Seniorenberatung, das Kulturforum, die Heilpädagogische Beratungsstelle, die Evangelische Kita Vogelnest, die Kita Obstgärtchen, der Montessori Arbeitskreis, die Evangelische Auferstehungsgemeinde, die Katholische Familienbildungsstätte und die Evangelische Familienbildung sowie der Förderverein Lindenschule. „Wichtig ist uns, dass jeder, der einen Bedarf für Unterstützung und Hilfe sieht oder eine Lücke im Netzwerk erkennt, sich einbringt, um sie zu schließen“, so Rauh. Unkompliziert und unbürokratisch werde sich um jede Idee gekümmert. Netzwerkpartner, mit denen punktuell zusammengearbeitet wird, sind das Jugendamt, die Frühförderstelle, die Katholische Kita Kinderplanet und die Katholische Kita Linsenberg, die Lindenschule und die Weingartenschule, die Katholische Kirchengemeinde St. Vitus, die Freie evangelische Gemeinde Main-Taunus, die Feuerwehr und die Sportvereine. Da kommt für das Gemeinwohl so einiges - und vor allem kommen einige zusammen.

Eine gute Bilanz

Am letzten Sonntag jedenfalls waren alle Beteiligten hochzufrieden. Die Grundwerte des Familienzentrums: Offenheit, Beteiligung, Toleranz und Vielfalt wurden mehr als erfüllt. „Es war der Hammer“, begeistert sich Lydia Rauh, die sich zwar nur ungern als Herzstück des Familienzentrums bezeichnen lässt, aber wie alle anderen mit viel Herzblut dabei ist.

„Wie stark unsere vielfältigen Angebote angenommen wurden, merkte man an unserem vielen Infomaterial, das so gut weg ging wie Kaffee, Kuchen und all die anderen Leckereien“, so unisono die glücklichen Veranstalter. „Und am Montag lief schon das Telefon aufgrund des Interesses der Besucher heiß“, fasst Lydia Rauh den Erfolg der Veranstaltung zusammen. Die Angebote stehen und die Nachfrage läuft. Wenn die nächsten Fördergelder kommen – die übrigens jährlich immer wieder neu beantragt werden müssen - kann die Vielfalt das nächste Jahr so weitergehen.

Alexander van de Loo


Quelle: Internetseiten der Gemeinde Kriftel